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Schloss Berg am Irchel

 

 

                                                                                                                
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Qualitätsstandards Gestüt Schloss Berg am Irchel

Grundsätze der Zucht und Haltung von Vollblutpferden


Zielsetzung:

Die Aufzuchtbedingungen sind für den frühreifen Vollblüter von entscheidender Bedeutung. Das Ziel ist ein physisch und psychisch harter, gesunder, gut entwickelter, selbständiger und umgänglicher Jährling.

Die Voraussetzungen dafür sind:

1. Weiden:

Für 3-4 Stuten und 3-4 Jährlinge stehen rund 7 ha Weiden zur Verfügung. Damit ist der internationale Standart von 10'000 m2 pro Pferd erfüllt. Die Gesamtfläche ist in
3 grosse und 5 kleinere Weiden aufgeteilt welche unterschiedlich angelegt sind. Es gibt eine eiweissreiche Stuten- und Fohlenweide, eine Kräuterwiese für Absetzer, eine Naturwiese für Jährlinge, spezielle Winterweiden und eine Magerwiese für zu dicke Pferde.

Von allen Weiden werden regelmässig Bodenproben genommen und fehlende Mineralstoffe über den Dünger und das Futter zugeführt. Der Irchel ist als Juraausläufer sehr kalkhaltig, was sich positiv auf den Knochenaufbau auswirkt.

Wichtig ist die Weidehygiene: Mindestens alle 2 Tage muss aller Mist eingesammelt werden. (Wurmgefahr)

2. Haltung:

Ich bin ein Freund von harter Aufzucht. Die Pferde sind normalerweise bei jedem Wetter von März bis November Tag und Nacht draussen. Sie haben Bäume und Unterstände und sind nur bei ganz extremen Bedingungen im Stall oder in der Halle.
Auch im Winter sind alle Pferde min. ein paar Stunden im Freien.

3. Fütterung:

Wir pflegen eine intensive Zusammenarbeit mit der Mühle Trüllikon, welche ein speziell mineral- und vitaminreiches Mischfutter herstellt. Alle Pferde werden individuell gefüttert. Stuten mit Fohlen und Jährlinge erhalten im Durchschnitt täglich:

4 Liter Mischfutter mit etwas Sonnenblumenöl.
4 Liter schwarzen, gequetschten, leicht melassierten und staubfreien Hafer.
100 gr. Vitamin- und Mineralwürfel
50 gr. Leinsamen gemahlen, warm angerührt
10 gr. Kochsalz

Zusätzlich auch auf der Weide immer etwas Raufutter (Heu oder Stroh). Einmal pro Woche gibt es warmes Mash, ein rohes Ei und, wenn nicht von den Pflegerinnen selber getrunken, etwas Bier.

Im Winter gibt es täglich „Rüebli“ oder Äpfel.

4. Pflege:

Alle Pferde werden täglich 2 x auf Verletzungen kontrolliert.
Alle 2 Monate werden die Hufe ausgeschnitten.
Frühling bis Herbst wird alle 6 Wochen entwurmt.

5. Vorbereitung Rennstall und Auktion:

Alle Pferde werden longiert und nach „Monty Robert“ wird das Verladen geübt.
Auf Wunsch werden die Pferde auch angeritten.

6. Impfungen und Veterinär:

Haustierarzt ist Dr. Michael Schmid, Frauenfeld.
Alle Pferde werden vorschriftsgemäss geimpft.

Notfälle liefern wir sofort ins Tierspital Zürich. (Prof. Jürg Auer)


Berg am Irchel, Januar 1988


Adresse:

Gestüt Schloss Berg
Fritz von Ballmoos
Schlossgasse 10
CH – 8415 Berg am Irchel

Tel. 052 318 16 77
Mob. 079 430 50 32
Fax. 052 318 12 59
f.vonballmoos@zingg-lamprecht.ch

 

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